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Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde des Universitätsklinikums des Saarlandes Kirrberger Straße (Geb. 73)
66421 Homburg/Saar

Tel.: 0049 6841- 16-24900

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Die Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde widmet sich traditionell der Rehabilitation des Lückengebisses, beginnend bei der Einzelkrone über festsitzenden Brückenzahnersatz bis hin zur teil- und vollprothetischen Versorgung.

Es ist nie zu spät

Zahnspange70 Prozent aller Kinder und Jugendlichen von heute tragen im Laufe des Heranwachsens eine Zahnspange. Der Anblick der silbern glitzernden Brackets gehört zu jedem normalen Schulalltag. Das war leider nicht immer so und ist auch heute noch nicht überall auf der Welt selbstverständlich.
Und so haben viele Erwachsene die günstigste Zeit für eine erfolgreiche Korrektur der Zahnstellung verpasst. Dennoch - es ist für niemanden zu spät. Moderne Korrekturmethoden ermöglichen die Regulierung von fehlerhaften Zahnstellungen auch bei ausgewachsenen Gebissen. Die neuesten Verfahren sind nicht einmal äußerlich sichtbar.

Gründe für eine "späte" Gebisskorrektur

Schiefe Zähne beeinträchtigen die optische Wirkung eines Gesichtes erheblich. Und so kann eine Korrektur der Zahnstellung oftmals eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität bewirken. Bestes Beispiel ist Tom Cruise, der noch im Erwachsenenalter ein Jahr lang eine Zahnspange trug, bevor er zum teuersten Schauspieler der Welt wurde. Ein schlagendes Beispiel dafür, dass es für eine kiefernorthopädische Behandlung nie zu spät ist.

Auch sprechen nicht nur "eitle Gründe" dafür. Denn medizinische Zahnkosmetik versteht sich niemals nur als Selbstzweck, sondern beruht auf der Erfahrung, dass ein harmonisches Gebiss auch die beste Prophylaxe gegen Zahnerkrankungen ist. Es gibt eine ganze Reihe zahnmedizinischer Indikationen, die eine Spangen-Therapie nahelegen:

  • Fehlerhafte Zahnstellung führen zu Nischen, in denen die Zahnoberfläche nur schwer erreichbar ist. Die Bildung von Plaque (Zahnbelag) und ein erhöhtes Kariesrisiko ist die Folge.
  • Ist der Zahnkontakt (das Aufeinandertreffen von oberer und unterer Zahnreihe) fehlerhaft, wird der Zahnhalteapparat (Kieferknochen und Zahnfleisch) übermäßig belastet. Damit erhöht sich das Risiko für Parodontose und frühen Zahnverlust.
  • Wird der Lippenschluss durch ein fehlerhaftes Gebiss erschwert, kommt es häufiger zur Mundatmung. Damit steigt die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten und für Karies.
  • Fehlerhafte Zahnstellungen können eine Reihe anderer Vitalfunktionen beeinträchtigen. Es kommt zu Schluckbeschwerden, Schwierigkeiten beim Kauen können langfrstig zu Magen- und Verdauungsproblemen führen.
  • Fehlstellungen der Kiefer können Verspannungen im Kiefergelenkbereich verursachen. Darüberhinaus können Verspannungen im Gesicht und in der Nackengegend bis hin zum Tinitus verursacht werden.

Voraussetzungen

Ein kariesfreies Gebiss mit gesundem Zahnfleisch ist die wichtigste Voraussetzung für den Beginn einer Zahnstellungskorrektur. Deshalb geht der orthopädischen Maßnahme häufig eine zahnmedizinische Behandlung voraus. In schweren Fällen kann es vor der Kieferorthopädie zunächst auch zu einem kieferchirurgischen Eingriff kommen, etwa der Disktraktion (Erweiterung) eines Kiefers oder der operativen Verlagerung nach vorn oder hinten.

Der Unterschied zur Kiefernorthopädie im Kinder- und Jugendalter besteht beim Erwachsenen vor allem in der Tatsache, dass es keine Wachstumsprozesse gibt, welche die "Richtungsimpulse" der Korrekturapparate aufnehmen. Während es sich Kinder- und Jugendliche leisten können, ihre Spangen oder Brackets von Zeit zu Zeit herauszunehmen, braucht der erwachsene Kiefer mehr "Strenge". Festistzende Spangen führen am besten zum Geraderücken schiefer Zähne.

Sichtbare Brackets

Am häufigsten und bislang effektivsten wird die Multibandtechnik bei Erwachsenen eingesetzt, die viele auch unter dem Begriff "feste Spange" kennen. Hier werden kleine Halteplättchen, sogenannte Brackets, auf die Zähne geklebt und mit Spanndraht verbunden, damit eine Zahnfehlstellung im Laufe der Zeit ausgeglichen wird. Die Drähte werden in regelmäßigen Abständen neu gespannt, bis die gewünschte Zahnstellung erreicht ist. Vorteil der Multibandtechnik ist, dass auf jeden Zahn einzeln eingewirkt werden kann und sich die Verschiebungsrichtung nach allen Seiten einstellen lässt.
Für viele Erwachsene stellen die Brackets vor allem einen optischen Nachteil dar. Moderne Verfahren versuchen, durch neue Farbvarianten zumindest eine optische Angleichung an den Zahn zu erreichen. Unumgänglich ist jedoch die Tatsache, dass man über den gesamten Zeitraum "Metall im Mund" hat, was nach einer ersten Gewöhnungsphase jedoch meist an Unannehmlichkeit verliert. Einige Patienten machen auch aus der Not eine Tugend und lassen sich ihre Brackets mit glitzernden Straßsteinen verzieren.

Unsichtbare Schienen

Eine äußerlich extrem unauffällige Variante ist die Invisalign-Therapie. Sie besteht im Wesentlichen in der Verwendung herausnehmbarer und transparenter Schienen, sogenannter Aligner-Schienen. Ca. alle zwei Wochen wird eine neue Schiene eingesetzt, um die Korrektur der Zahnstellung fortzusetzen. Über eine computergestützte Technik wird für jede Behandlungsphase eine Schiene erstellt. Dabei wird der Fokus der Verschiebung in den einzelnen Phasen auf unterschiedliche Zähne gelegt.

Der große Vorteil dieser Aligner-Schienen ist ihre Unsichtbarkeit. Einige Patienten haben anfängliche Gewöhnungsschwierigkeiten, es kann kurzzeitig zu einer etwas undeutlichen Aussprache kommen. Im Gegensatz zu den Brackets, die in unmittelbarer Reaktion auf den bereits erzielten Behandlungserfolg verstellt werden können, erfordern die Aligner-Schienen eine exakte Vorausplanung.

Über die Effektivität der neuen Methode sind sich die Experten noch relativ uneinig. Viele stellen jedoch bereits eine kiefernorthopädische Wirkung fest, die auf demselben Niveau wie die MB-Technik steht.

Retentionsphase

Nach der aktiven Zahnverschiebung folgt eine Phase, in der die erreichte Zahnstellung im Kiefer fixiert werden muss, bis die körperlichen Reaktionen signalisieren, dass die neue Stellung als "normal" akzeptiert ist. Hierzu dienen Postioner aus Silikon, Tiefziehschienen oder Drähte, die an die Innenseite der Zähne geklebt werden. Diese Phase ist für Außenstehende bereits unsichtbar und in den meisten Fällen nach einigen Monaten vorüber. Im ungünstigsten Fall muss die nachträgliche Positionierung jedoch lebenlänglich angewandt werden, um eine Rückwanderung der Zähne in die gewohnte Fehlstellung zu verhindern.

Kosten

Im Erwachsenenalter übernehmen die Krankenkassen leider keinerlei Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung, nicht einmal dann, wenn gesundheitliche oder auch psychische Folgeschäden nachgewiesen werden können.
Die Kosten für Brackets bzw. Spangen oder Aligner-Schienen sind in etwa gleich und hängen vor allem vom jeweiligen Aufwand ab. Pro Kiefer sollte man mit mindestens 3.000 € rechnen.

Linkempfehlungen

Ausführliche Informationen über kieferorthopädische Maßnahmen bei Kindern und Erwachsenen gibt es auf den Informationsseiten des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden e.V.
http://www.zahnspangen.org

Über kieferchirurgische Eingriffe können Sie sich bei der Deutschen Gesellschaft für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie informieren:
http://www.mkg-chirurgie.de