Wenn die Spucke wegbleibt
Mit speziellen Sprays lässt sich etwas gegen Mundtrockenheit tun
(djd/pt). Wenn die Speicheldrüsen nicht genügend Speichel produzieren, wird die Schleimhaut im Mund nicht mehr ausreichend befeuchtet. Die Folgen können Zungenbrennen, eine entzündete Mundschleimhaut, Schluckbeschwerden, Zahnfleischbluten, Mundgeruch, Durstgefühl, aber auch Trockenheit von Lippen-, Mund- und Rachenschleimhäuten sein. Experten gehen davon aus, dass rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung unter Mundtrockenheit leidet. Sprays, die den Mund- und Rachenraum mit einem schützenden und pflegenden Feuchtigkeitsfilm bedecken, können die Beschwerden schnell lindern.
Ältere sind besonders betroffen
Bei älteren Menschen liegt die Quote der Betroffenen sogar bei 50 Prozent. Das liegt zum einen an der rückläufigen Speichelproduktion, zum anderen nehmen ältere Menschen häufiger und mehr Medikamente ein. Und Mundtrockenheit ist schließlich mögliche Nebenwirkung bei mehr als 400 Medikamenten allein auf dem deutschen Markt. So sind etwa Krebspatienten fast immer davon betroffen. Bei ihnen wird es durch eine Chemotherapie oder Bestrahlung ausgelöst und ist meistens irreversibel. Betroffene versuchen häufig mit Hausmitteln dagegen vorzugehen, indem sie viel trinken oder Bonbons lutschen. Leider oft ein aussichtsloses Unterfangen, denn diese Maßnahmen helfen meist nur für kurze Zeit gegen die unangenehme Mundtrockenheit.
Speichelersatzflüssigkeiten helfen
Eine sehr wirkungsvolle Maßnahme, um die Mundhöhle feucht zu halten, können hingegen Speichelersatzflüssigkeiten sein, wie etwa Saseem Mundspray. Der Mund- und Rachenraum wird dabei mit einem schützenden und pflegenden Feuchtigkeitsfilm bedeckt. Einer der Hauptbestandteile in diesem Spray ist ein natürliches Biomolekül aus Meeresalgen, das Feuchtigkeit bindet und an den trockenen Mundraum abgibt. Als weiterer Bestandteil trägt Dexpanthenol zur befeuchtenden und pflegenden Wirkung bei. Das Mundspray ist geschmacksneutral und kann beliebig oft und langfristig angewendet werden. Es ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich (60 Milliliter für rund 11 Euro).
--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Ursachen eingrenzen
Für die Diagnose einer Mundtrockenheit muss der Arzt gründlich die Krankengeschichte des Patienten erfragen. Ganz wichtig ist auch eine eingehende körperliche Untersuchung. Denn Mundtrockenheit ist nicht selten Symptom einer anderen Erkrankung. Dazu wird der Mediziner die Mundhöhle und die Speicheldrüsen untersuchen. Manchmal sind auch Laboruntersuchungen wie beispielsweise ein Blutbild oder eine Ultraschalluntersuchung notwendig. Bestätigt sich der Verdacht auf eine andere Erkrankung, muss diese zunächst therapiert werden. Oft verschwindet dann auch die Mundtrockenheit.
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