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Mikrokosmos Mundraum
Der Biofilm steckt voller Bakterien, die auch Karies verursachen können


(djd/pt). Wandert die Zunge morgens nach dem Aufstehen über die Zähne, spüren wir einen leichten Belag. Das zeigt: Unser Mundraum ist "lebendig". Zwischen Zähnen und Zahnfleisch sind rund 300 bekannte Bakterienarten aktiv, die zusammen den sogenannten Biofilm bilden. Einige davon verursachen Karies. Der bekannteste Feind schöner und gesunder Zähne heißt "Streptococcus mutans". Doch der Störenfried attackiert die Gesundheit nicht allein. Seine Helfer sind so genannte Pionier-Bakterien, die sich auf der Zahnoberfläche festsetzen und die Vorhut für andere Erreger bilden. Ohne den Einsatz von Zahnbürste und Zahnpasta würde der Biofilm wie ein pyramidenförmiger Wolkenkratzer in die Höhe wachsen. Mittlerweile konnten Wissenschaftler nachweisen, dass die Bakterien auf unseren Zähnen regelrecht miteinander "kommunizieren". Sie bilden dabei Wege zum Transport von Nahrung und Abfall.

Speichel hat viele Funktionen

Ganz gleich ob Snack oder Festmenü: Jedes Mal bauen Bakterien den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure ab. Diese greift die Zahnoberfläche an - Karies kann entstehen. Die Initiative für Zahngesundheit proDente verweist deshalb auf die natürliche Schutzfunktion des Speichels, der jetzt besonders wichtig ist: Er verdünnt die Säuren nach dem Essen oder Trinken und baut sie ab. Damit nicht genug: Speichel fördert zudem die Wiedereingliederung (Remineralisation) Zahn härtender Mineralien in den Zahnschmelz und wirkt damit der Entstehung von Karies entgegen.

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